Sanierung von Natursteinböden (Kristallisation und im Trockenschleifverfahren)

Die Kristallisation ist ein natürliches Verfahren für die Politur aller kalkhaltigen Weichgesteine sowie Betonwerksteine ohne Nassschleifverfahren, sondern im Trockenschleifverfahren mit Staubabsaugung. Durch Einarbeitung der Kristallisationsflüssigkeit mit einem Stahlwollpad unter einer speziellen Einscheiben–Rotationsmaschine wird eine Härtung und Verdichtung der Oberfläche erzielt.

Eine brillante Politur und eine starke Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Einflüssen von Verschmutzung und Verschleiß, sowie eine Rutschhemmung sind das dauerhafte Ergebnis des Prozesses, in dem die Oberfläche mikroskopisch fein angelöst wird und durch die in der Kristallisationsflüssigkeit enthaltenen Salzen und Fluorsilikate wieder miteinander verbunden werden. Die Transparenz der Kristalle bewirkt eine brillante Politur bei gleichzeitiger Wiederbelebung der natürlichen Farbgebung des Steins.

Die Marmorkristallisation ist ein bewährtes System, mit dem selbst stark frequentierte Flächen aus Weichgesteinen bei entsprechender Wartung ihren Glanz auf Dauer behalten.

VORTEILE DER KRISTALLISATION ist, dass die Oberfläche bis zu 30% härter ist als eine herkömmliche Politur, jedoch seit 20–30 Jahren Stand der Technik in Deutschland ist. Bei der Kristallisation ist keine Austrocknungszeit mehr nötig, wie beim Nassschleifverfahren.
Hier können die Flächen sofort nach Fertigstellung der Kristallisation wieder begangen und genutzt werden.

DENNOCH GIBT ES IMMER ZWEIFEL:
Viele Leute können sich einfach nicht vorstellen, mit Stahlwolle auf einem verfärbungsanfälligen Bodenbelag wie z.B. weißem Carrara-Marmor zu gehen und dabei noch zu behaupten, damit ein „Verrosten des Bodens“ verhindern zu können. Bei richtiger Anwendung ist das aber kein Problem.

Weitere Vorteile, wie die problemlose Entfernung von Kalkausblühungen nach der Verfugung, Polierfehler in den Bodenplatten oder Treppenstufen lassen den Anteil von im Kristallisationsverfahren polierten Flächen ständig steigen, trotzdem ist dieser aber noch als relativ gering einzuschätzen.
Es können nicht alle so genannten „Marmore“ kristallisiert werden. Die, die z.B. zu wenig Kalziumcarbonat enthalten, müssen noch nach dem herkömmlichen Verfahren mit der Pulverpolitur aufgearbeitet werden.

Die beim Kristallisieren entstehende Oberfläche kann als Lastverteilungsoberfläche bezeichnet werden. Das heißt, solche Böden behalten viel länger Ihr „fast wie neu“ Aussehen. Mechanische Schäden treten seltener auf und können einfacher behoben werden, ohne dass die Steinstruktur angegriffen wird.

PFLEGE MUSS SEIN!
Die Haltbarkeit jeder Politur ist allerdings begrenzt. Sie unterliegt dem Einfluss vieler individueller Faktoren, wie beispielsweise der Härte und Kompaktheit des Gesteins und der Art und Häufigkeit der Beanspruchung. Der Erhalt und der Schutz der Politur gegen den Einfluss mechanischer und chemischer Angriffe liegt in unserem Interesse.

Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass keine Politur auf Weichgesteinen säurebeständig ist, auch bei einer Kristallisation nicht. Jedoch kann eine kristallisierte Fläche immer einfacher und problemloser aufgearbeitet werden.

Die zukünftige Pflege der kristallisierten Flächen sollte nur mit klarem Wasser und einem Zusatz von einem speziell hierfür entwickelten CPV-Steinpflegemittel erfolgen. Auf Bodenbelägen und Treppenstufen, die nach längerer Nutzung bereits Verschleißerscheinungen aufweisen, können geeignete Sanierungs- und Unterhaltsmaßnahmen mit geringem Aufwand die erforderliche Reinigungsfähigkeit und das optimale Antischmutzverhalten wieder herstellen.

Seit Einführung der Kristallisation durch die CPV-Natur-Steinkosmetik GmbH & Co. KG in Deutschland wird unser speziell geschultes Fachpersonal jeden Tag neu herausgefordert matte, stumpfe und verätzte Marmorböden, Treppenstufen sowie Waschtischablagen und Wandflächen wieder mit einem brillanten Hochglanz zu versehen.